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Messungen an einem 1 Meter langen 75 Ohm Standard-Messkabel Typ RG 59

Auf den folgenden 3 Bildern wird das Verhalten des Datenstromes an einem 75 Ohm Messkabel veranschaulicht. Hier wird, obwohl der Wellenwiderstand mit ca 3 % Genauigkeit  eingehalten wird, die Problematik dieser Schnittstelle dargestellt. Der Tastkopf 1 ( obere Kurve ) greift bei der Messung das Signal vor der Ausgangsbuchse des Laufwerks ab. Der Tastkopf 2 ( untere Kurve ) greift bei der Messung das Signal hinter der Eingangsbuchse des Digital-Analog-Wandlers ab. Die hier gewonnenen Erkenntnisse lassen sich praktisch auf jedes 75 Ohm-Kabel übertragen.

Bild 8:   Verbindung zwischen Ausgang Laufwerk `1´ und Eingang Digital-Analog-Wandler `2´

Deutlich zu sehen ist die starke Delle am digitalen Ausgang. Im digitalen Eingang hingegen wird der Anstieg flacher. Dies zeigt die Reflexion an der Eingangsbuchse. Das heißt, das Signal durchläuft das Kabel bis zum Kabelende. Ein Teil des Signals gelangt nicht in den digitalen Eingang, sondern wird von dort wieder reflektiert und wandert zurück zum Ausgang. Diese Reflexion verbeult dann wiederum das Ausgangssignal. Das Abflachen des Eingangssignals bedeutet auch, dass das Timing zum Originalsignal nicht mehr stimmt.

Ergebnis:

Klangliche Veränderungen sind hier vorprogrammiert.

RG59DACS

Bild 9:   Auswirkung auf die Störemission Verbindung wie Bild 8

Hier handelt es sich um das gleiche Signal wie oben. Kurve 2 zeigt hier eine Störung auf dem Kabelschirm. Der Tastkopf 2       ( untere Kurve ) greift das Signal zwischen Gehäuse des Digital-Analog-Wandlers und der Kabelschirmung ab. Eine solches Störsignal wird auch als Mantelwelle bezeichnet. Eine solche Mantelwelle sendet Störemissionen an die Umwelt aus. Die CE-Konformität kann bei einer solchen Störung gefärdet sein. Solche Mantelwellen entstehen genau dann, wenn die Schirmung der Ein- und Ausgangsbuchsen beidseitig nicht unmittelbar auf den Gerätegehäusen montiert sind, sondern mit Isolierscheiben vom Gehäuse getrennt sind. Es nützt nichts, wenn nur intern eine Massung vorgenommen wird, sie hat diesbezüglich keine Schutzwirkung.

RG59MWS

Bild 10:  Wie Bild 8 jedoch Abschluss des Kabels mit einem 75 Ohm Abschlusswiderstand anstelle des Digital-Analog-Wandlers

Hier ist die Übertragung schon beinahe perfekt. Die geringen Restreflexionen verändern das Signal kaum noch. Auch die Flanke am Widerstand zeigt praktisch keine nennenswerten Abflachungen. Die zeitliche Abfolge der Flanken würde nahezu exakt zum Wandlerbaustein gelangen.

Ergebnis:

Dies zeigt schon den Idealzustand. Eigentlich erwartet man ein solches Bild in Bild 8.

RG59ZWS